Klima-Schützer Kuh! Zu den Potenzialen nachhaltiger Beweidung für Bodenfruchtbarkeit, biologische Vielfalt, Klima und last but not least die (Welt-)Ernährung

Dr.in Anita Idel

Donnerstag, 30. September 2021, Beginn 18:00

Presseclub Concordia

Kühe als Klimaschützer? Ja, Kühe rülpsen Methan, das 25mal klimaschädlicher ist als CO2. Warum sie dennoch unverzichtbar für die Welternährung und die Artenvielfalt sind und „nebenbei“ das Klima schützen, erläutert die Referentin Dr. Anita Idel. Die heute noch fruchtbarsten „Kornkammern“ sind Steppenböden – entstanden in Jahrtausende langer Ko-Evolution von Grasland und Weidetieren. Dauergrasland stellt noch immer das größte Biom und die größte Perma- und Mischkultur dar. In nachhaltiger Weidehaltung fördern Kühe die Entstehung von Humus. Das erhöht die Bodenfruchtbarkeit und entlastet gleichzeitig das Klima: Denn jede zusätzliche Tonne Humus entzieht der Atmosphäre mehr als 1,8 Tonnen CO2. Wenig bekannt ist, dass die Böden unter dem weltweiten Grasland mehr Kohlenstoff speichern als die Waldböden.

Dr. Anita Idel ist Tierärztin und Mediatorin. Lange Jahre arbeitete sie als praktische Tierärztin in Deutschland und Frankreich. Neben ihrer Tätigkeit als Lehrbeauftragte an Universitäten ist sie Mitbegründerin verschiedener Netzwerke wie beispielsweise der Arbeitsgemeinschaft Kritische Tiermedizin. Die Autorin des Buches „Die Kuh ist kein Klima-Killer“ (8. Auflage 2021) erhielt den Schweisfurth-Forschungspreis, den Salus-Medienpreis und den Nachhaltigkeitspreis von Neumarkter Lammsbräu. Die gebürtige Niederrheinerin ist weltweit zu Recherchen und Vorträgen unterwegs.