Richtigstellungen des CoV zu den Beiträgen in "Die Presse"

Zu den Berichten in „Die Presse“ nimmt der CoV wie folgt Stellung:

Grundsätzlich stellt der Vorstand fest, dass die Arbeiten im COV höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen entsprechen. Bis es soweit ist, gibt es ein hartes Ringen um Lösungen und Formulierungen nicht nur zwischen unterschiedlichen Disziplinen und unterschiedlichen Weltanschauungen sondern auch zwischen unterschiedlichen Zeithorizonten zwischen theoretischen Erkenntnisse und der praktischen Umsetzung und profilierten Persönlichkeiten nicht nur der Wissenschaft sondern hoch qualifizierter in verantwortlichen Positionen tätiger Praktiker aus Wirtschaft und Gesellschaft. So wie die Bedeutung eines Buchstaben erst aus dem Wortzusammenhang, das Wort aus dem Satz und die Bedeutung des Satzes aus dem Brief richtig verstanden werden kann (R. Riedl), so gilt das für jede Aussage und jedes Zitat. Jede Kritik wirkt auch auf den Kritiker zurück, ein oft vergessenes Prinzip der Evolution.
Prof. Aubauer hat die Widergabe einer aus dem Zusammenhang gerissenen Mail in seiner folgenden Richtigstellung korrigiert. Die „Die Presse“ hat diese, wie andere Richtigstellungen von CoV- Mitgliedern nicht veröffentlicht.

Gerade die derzeitige Krise im Finanzwesen, zeigt die Bedeutung des von Dr. Woltron organisierten Projektes im COV „Zähmung des Kapitalismus“ besonders deutlich. Dieses Projekt wurde bereits im Jahr 2002 mit Prof. Riedl konzipiert und hat heute mehr Aktualität denn je.

Festgehalten wird - der CoV verfügt seit 1.August 2008 über einen, den Vereinsstatuten gemäßen, gewählten, voll funktionsfähigen Vorstand, der der Vereinsbehörde ordnungsgemäß gemeldet wurde.
Zu den Vorwürfen bezüglich der Finanzen des COV hat der Vorstand beschlossen eine internationale Wirtschaftstreuhandskanzlei zur Überprüfung aller Unterlagen zu beauftragen.

Als Zeichen des funktionierenden aktiven Vereinsgeschehen, weist der Vorstand auf das internationale 2-tägige Symposion „Lernt die Planung schnell genug?“ („Does Planning learn fast enough?“), welches am 21. und 22.Oktober 2008 in Wien stattfinden wird, hin.

Weiters finden monatliche Abendveranstaltungen in den Räumlichkeiten des CoVs statt, zu denen anerkannte Wissenschafter und Praktiker zu einschlägigen Themen referieren und sich einer Diskussion stellen. Interessieret wie auch junge Wissenschafter unterschiedlichster Disziplinen wird hier die Möglichkeit geboten unentgeltlich am Vortrag und Diskurs teilzunehmen.


Auflistung der Stellungnahmen von CoV-Mitgliedern und anderen Personen, die NICHT in der "Die Presse" abgedruckt wurden

Aubauer, Mitglied CoV
Emberger, Kassier CoV
Höhne, beratender Rechtsanwalt des CoV
Knoflacher, Präsident CoV
Kotauczek, Mitglied CoV
Sliwka, Stellvertreter Präsident CoV
Woltron, Mitglied CoV,
Beitrag 1 (http://www.woltron.com/index.php?id=139)
und Beitrag 2 (http://www.woltron.com/fileadmin/Dateien/Downloads/CoV/Zum__Club_of_Vienna_im_September_2008.pdf)


Prof. Dr. Hermann Knoflacher, Präsident CoV, Stellungnahme zu den Vorwürfen in den Artikel von "Die Presse" vom 24.9.2008

Gesendet an: michael.fleischhacker@diepresse.com
Gesendet am: 24.9.2008, 14.40h *)

*) Das email erst wird am 30.9. von der Presse mit dem Hinweis das Schreiben auf den Umfang eines Leserbriefs zu verkürzen zurückgesendet

Der Beitrag zum CoV in der Presse vom 24.9.2008 erfordert zur Objektivierung der Sachlage einige Ergänzungen und Korrekturen.
1. 16 Mitglieder (großteils Wissenschafter) des heutigen CoV haben 8 Jahre lang mit Prof. Rupert Riedl auf eigene Kosten und ohne jede finanzielle Unterstützung an den zentralen Fragen unserer Zeit mitgearbeitet. Das Zwischenergebnis ist das Buch "Ursachen des Wachstums".
2. Seit die Stadt Wien projektbezogene Fördermittel dem CoV zur Verfügung stellt, werden diese nach strengen Vorgaben verwendet.

3. Wie kommt ein Projekt des CoV zustande:
• Jedes Projekt, das über den CoV eingereicht wird, muss den Förderbedingungen des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung entsprechen und wird vom Vorstand auf Konformität mit den Forschungszielen des CoV überprüft, die im Wesentlichen den Kriterien für die Ausschreibung des Rupert Riedl Preises entsprechen. Die zweite Prüfung erfolgt durch die Generalversammlung, bevor es als Antrag an die Stadt Wien weitergeleitet wird.
• Wird das Projekt bewilligt, ist für die Durchführung der Projektsverantwortliche zuständig. Ist er Mitglied, muss er seine Leistungen ehrenamtlich einbringen.
• Für Aufträge, die zur Durchführung der Forschungsarbeiten vergeben werden, gilt die 50 % Regel, d. h., dass maximal die Hälfte der Leistungen für die Durchführung der Arbeiten an den CoV verrechnet werden darf, der Rest aus Eigenmitteln oder anderen Forschungsförderungen aufgebracht werden muss. Damit werden etwa an Universitätsinstituten "Akademiker in Ausbildung" bei ihren Dissertationen gefördert, ein Ziel des CoV junge Wissenschafter in diese Forschungsbereiche einzubinden.
• Es gibt keine Ausnahmen von dieser Regel, unabhängig von der Position im CoV. Sie gilt auch für jeden Präsidenten.
• Die an meinem Institut bearbeiten Aufgaben waren Teile der Projekte "Wien und seine Nachbarn" und "Kapitalismus", in beiden war ich nicht der Projektleiter. Da an meinem Institut seit über drei Jahrzehnten die ET und EE in Forschung und Praxis vertreten und weiterentwickelt werden, verfügt es sowohl über profilierte Forscherpersönlichkeiten in Professorenrang, wie auch über höchst qualifizierten akademischen Nachwuchs. Aus diesem Grunde sind Projektleiter an das Institut herangetreten, einschlägige Teilbearbeitungen ihrer Fragestellungen zu übernehmen, die auch erfolgreich nach den oben genannten Regeln erledigt wurden.
• Die Prüfung der verwendeten Geldmittel erfolgt direkt durch den Projektleiter, durch den Kassier des CoV und durch ein unabhängiges Steuerberatungsbüro und schließlich durch Rechnungsprüfer. Die von mir eingeleitete zusätzliche Prüfung bestätigte die Korrektheit und Sorgfalt. Beanstandet wurden nur die fehlenden Stundenlisten der Angestellten, die umgehend angefordert wurden. Mit diesen mehrfachen Überprüfungen wird die widmungsgemäße Verwendung kontinuierlich sichergestellt.


Zur Höhe der Förderungen:

Der CoV organisiert jährlich zwei internationale Konferenzen mit führenden Vertretern der zu behandelnden Themen an denen zwischen 200 bis 500 Personen teilnehmen. Die Kosten für eine solche Konferenz betragen - wenn sie von professionellen Firmen gemacht wird - 140.00 bis 250.000 Euro, rund das Doppelte der gesamten Fördersumme (nach den dazu eingeholten Kostenvoranschlägen). Durch das wissenschaftliche Netzwerk der CoV Mitglieder können externe Wissenschafter und Spitzenvertreter verschiedener Bereiche gewonnen werden, ebenso wie die Mitglieder des CoV an unseren Themen ohne Honorar mitzuarbeiten. Neben Prof. Meadows, der als Mitglied die Arbeiten unterstützt, wäre auch beispielsweise Prof. Noam Chomsky unserer Einladung gerne gefolgt, hätten ihn nicht zeitgleiche Vorlesungsverpflichtungen in den USA daran gehindert.

Der CoV organisiert zudem ca. einmal im Monat öffentliche Vorträge und Diskussionen mit führenden Fachleuten verschiedener Gebiete, die mit den Arbeiten des CoV im Zusammenhang stehen. Das Interesse an den Arbeiten des CoV ist auch daran zu erkennen, dass Botschafter und Wirtschaftsvertreter ausländischer Staaten ihre wertvolle Zeit für diese Veranstaltungen aufbringen.

Die mit der Stadt Wien organisierte, vom CoV vorbereitete Vorlesung im Rahmen der "Wiener Vorlesungen", füllte den Festsaal bis auf den letzten Platz, mehr als 30 höchst qualifizierte Wortmeldungen in der Diskussion bestätigten die Brisanz und Bedeutung der im CoV behandelten Themen.
Der CoV konnte dank der Förderung durch die Stadt Wien in den vergangen fünf Jahren sechs Bücher zu einschlägigen Themen veröffentlichen und weitere sechs zu Forschungsprojekten sind im Druck bzw. liegen als Manuskripte vor. Daneben gibt es weitere wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Bücher in den verschiedenen Disziplinen, die durch die Theorien und Ideen, die der CoV bearbeitet, beeinflusst sind.

Zur behaupteten Unterbrechung der Arbeiten:

Die wesentlichen Mitglieder des CoV haben acht Jahre ohne Förderung aus Interesse an der spannenden Forschung auf eigene Kosten gearbeitet und tun es auch heute noch. Unterbrechungen durch versuchte Störungen von Einzelpersonen waren und sind kein Anlass die Arbeit zu unterbrechen. Daher hat mein Stopp aller Zahlungen nach dem Ausscheiden von Dr. Woltron aus dem Vorstand auf die Arbeiten des CoV keinen Einfluss. Auch die Dienstfreistellung der Leiterin des Clubbüros, in dem Beitrag fälschlich als "Geschäftsführerin" des CoV bezeichnet, hatte auf die reibungslose Weiterführung bis zur Wahl eines neuen Vorstandes keine Auswirkungen.

Die im Beitrag geschilderte Situation entspringt den Versuchen von Einzelpersonen, den CoV aus welchen Gründen auch immer zu destabilisieren. Auch die Vergabe des Preises an die diesjährigen Gewinner konnte trotz versuchter Behinderungen und Irreführungen nicht verhindert werden. Der CoV ist eine Vereinigung von führenden Spitzenpersönlichkeiten auf ihrem jeweiligen Gebiet, die das Interesse an der Sache - die Weiterführung der Arbeiten des Gründungspräsidenten Prof. Rupert Riedl - zusammenhält.

Mit den Förderungen wurden zusätzliche Potentiale in der Wissenschaftswelt erschlossen, die jeden Vergleich aushalten.
Zurzeit laufen die Vorbereitung für zwei internationale Konferenzen, eine zu den wichtigen Fragen der "Schrumpfung" von der Regionen in Europa betroffen sind ohne darauf vorbereitet zu sein und zum Darwinjahr. Die Veranstaltungen werden auf der Website des CoV jeweils bekannt gemacht.

Univ. Prof. Hermann Knoflacher


Prof. Ing. Peter Kotauczek
Gesendet an: Michael.Fleischhacker@diepresse.com ; Andreas.Wetz@diepresse.com
Gesendet am: 25. September 2008, 5:09 PM

Sehr geehrte Redaktion!
Rupert Riedl hatte eine grossartige Idee: Für sein Buch "Die Ursachen des Wachstums" brachte er ein Team von namhaften Fachleuten aus den verschiedensten Gebieten an einen Tisch, um wichtige prinzipielle Fragen unserer Zeit ernsthaft und auf hohem intellektuellen Niveau abzuhandeln. Etwas, was es im angelsächsischen Raum gibt und das durchaus - wie sie das offenbar ironisch tun -, als Thinktank bezeichnet werden könnte.

Nach Fertigstellung des Buches wurde spontan der Club of Vienna gegründet, wo alle Mitautoren automatisch Gründungsmitglieder waren. Es sollte ein elitärer Club von "Amateuren" im besten Sinne des Wortes sein, wo jeder lediglich etwas einbringt aber nichts dafür erhält, ausser Ehre und Anerkennung. Hermann Knoflacher trug einen Gutteil der organisatorischen Last. Niemand bekam auch nur einen müden Groschen.

Das ging auch einige Jahre gut und erfolgreich, bis ein "Professionalisierungsschub" über den Club hereinbrach. Plötzlich gab es auch etwas zu holen und ganz neue Leute traten auf den Plan. Als Hermann Knoflacher schließlich begann, die aufkeimende Selbstbedienungsmentalität einiger Newcomer abzustellen, zog er sich offenbar deren Zorn zu, den er jetzt ausbaden muss.

Ich finde es, mit Verlaub, degoutant, dass sich ihre geschätzte Zeitung völlig kritiklos für diesen "Rachefeldzug" einspannen lässt und hätte mir eine weniger reisserische Berichterstattung erwartet. Sie sind ja nicht die K! Oder irre ich mich?

Mit vorzüglicher Hochachtung
Peter Kotauczek
Gründungsmitglied und Riedl-Freund

Dr. Manfred Sliwka
Gesendet an: Michael.Fleischhacker@diepresse.com ; Andreas.Wetz@diepresse.com
Gesendet am: 25.9.2008

Sehr geehrter Herr Wetz,
sehr geehrter Herr Chefredakteur Fleischhacker,

als deutsches Mitglied im „Club of Vienna“ – ich bin stellvertretender Vorstand – möchte ich zu Ihrem Artikel „Ein Wiener Thinktank als Geldtank“ in „Die Presse“ Stellung nehmen.

Ich bin Unternehmensberater und aufgrund einer Arbeit: „Die Evolutionsstrategie als Prinzip strategischer Führung im Kräftedreieck Wachstum – Beschäftigung – Ökologie“ und eines Aufsatzes in der Zeitschrift „Harvard manager“: „Wenn Manager bei der Evolution in die Lehre gehen“ von Rupert Riedl 1992 nach Wien eingeladen worden und dadurch in den Kreis gekommen, aus dem sich später der „Club of Vienna“ gebildet hat (1996 in der Universität Wien gegründet).
In den ersten Jahren unserer Arbeit gab es keinerlei finanzielle Zuwendungen. Wer da mitgemacht hat, hat sogar seine Kosten selber getragen.

Der Grundgedanke, der zur Bildung des „Club of Vienna“ führte, war, ein internationales Expertenteam zu schaffen, das Wachstums- und Entwicklungsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft untersucht, Fehlentwicklungen aufzeigt und Lösungsmöglichkeiten erarbeitet.
Das Ergebnis der ersten Arbeitsphase war das Buch „Die Ursachen des Wachstums“, zu dem Dennis Meadows das Vorwort geschrieben hat.

Die Stadt Wien hat diesen Denkansatz für so interessant gehalten, dass sie uns dann projektbezogene Fördermittel zur Verfügung gestellt hat, die nach allen Regeln des Umgangs mit öffentlichen Geldern höchst gewissenhaft verwaltet worden sind.

Seitdem haben wir ganz konkrete Projekte angepackt, die präzise im Rahmen unseres Auftrags lagen.
Ich möchte betonen, dass kein Mitglied des „Club of Vienna“ für seine persönlichen Leistungen im Rahmen der Projekte jemals Honorar bekommen hat. Lediglich die projektbezogenen Fremdkosten wurden durch die öffentlichen Mittel abgedeckt.
Und wir haben konsequent gearbeitet:

Eines der ersten Projekte war die Städtekonferenz in der Ovalhalle des Museumsquartiers „Wien und seine Nachbarn“. Nach der Osterweiterung konferierten u. a. Vertreter der Städte Wien, Budapest, Bratislava, Prag, München. Es ging um die neue Rolle dieser Städte in den Entwicklungsprozessen des größeren Europas.

Das nächste Großprojekt des Club of Vienna war „Kapitalismus gezähmt“. Wenn ich mir heute die Nachrichten über die internationale Finanzkrise ansehe, war dieses Projekt zu diesem Zeitpunkt entscheidend wichtig: Wie finden wir zu internationalen Spielregeln?
Eines der Symposien im Rahmen dieses Projektes war die Untersuchung des Einflusses der Religionen auf wirtschaftliches Verhalten. Führende Vertreter der Weltreligionen waren anwesend. Das Symposium wurde von Kardinal Schönborn persönlich eröffnet.

Als Konsequenz daraus ergab sich das „Spielregelsymposium“ am 11. September 2006 in der Industriellenvereinigung am Schwarzenbergplatz. Am Beispiel „Fußball“ wurde untersucht, wie sich globale Spielregeln bilden und Sanktionssysteme, sie durchzusetzen. Wir haben auch kontroverse Meinungen zu Wort kommen lassen, z. B. einen Vertreter der Attac. Ich selbst habe ein Interview mit Franz Beckenbauer geführt über das Bilden und Durchsetzen von globalen Spielregeln.
Auch das zeigen jetzt die Entwicklungen in den internationalen Finanzmärkten, dass die nächste große Aufgabe ist, globale Spielregeln zu finden und Sanktionssysteme, sie durchzusetzen. Bei diesem Symposium referierte auch der österreichische Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf Wolfgang Petritsch.

Mit jährlich etwa zwei internationalen Konferenzen mit jeweils 200 bis 500 Gästen haben unsere Arbeitsergebnisse eine große Resonanz. Hinzu kommen die Bücher, z. B. „Weltreligionen und Kapitalismus“, „Wege in den Postkapitalismus“ und „Globale Spielregelsysteme in Wirtschaft, Politik und Sport“.
Die wichtigsten Projekte, an denen wir jetzt arbeiten sind:
1. Schrumpfungsprozesse aufgrund des demographischen Wandels. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Raumplanung?
2. Die große internationale Darwin-Konferenz in Wien, die aufzeigt, dass die Erklärung des Evolutionsprozesses weit über die biologische Theorie hinausgeht. Auch unsere menschlichen Ideen, Konzepte und Strukturen entwickeln sich evolutionär.
Sie dürfen versichert sein: Wir arbeiten konsequent. Unsere Basis ist die in Wien entwickelte Evolutionäre Erkenntnistheorie“ (Popper, Lorenz, Riedl). Die führt in ihrer Anwendung zu praktikablen Ergebnissen zur Lösung aktueller Probleme, die sich in unseren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungsprozessen ergeben.
Welche zum Teil dramatische Folgen Fehlentwicklungen haben, zeigt die tägliche Nachrichtenlage.

Wir sehen uns in der Verantwortung Fehlentwicklungen bewusst zu machen und Lösungsansätze vorzuschlagen. Im Rahmen dieses unseres Auftrages gehen wir mit den öffentlichen Geldern höchst gewissenhaft um.
Ich habe die herzliche Bitte zu prüfen, ob in Ihrer Zeitung die Arbeit des Club of Vienna im Kontext unseres Auftrags durch die Stadt Wien einmal dargestellt werden kann.
Mit den besten Grüßen aus Deutschland
Manfred Sliwka
_________________________________
Institut Dr. Sliwka, Wiesenhaus
D-54533 Niederscheidweiler/Vulkaneifel
Tel: +49 (0)6574/427
Fax: +49 (0)6574/8445
e-mail: Dr.Sliwka@t-online.de
www.denkschule-evolution.de



RA Dr. Thomas Höhne
Gesendet an: Andreas.Wetz@diepresse.com,
Gesendet am: 25. September 2008

Sehr geehrter Herr Wetz,
ich hatte Ihnen erklärt, dass ich mit Ihnen offen spreche, da ich Ihr Medium als ein seriöses schätze. An meiner Wertschätzung für Ihr Medium ändert sich nichts, auch anderen Medien passieren gelegentlich Mitarbeiter, die weder von Ihrer Auffassungsgabe noch von Ihrem Stil zum Medium passen.
Ich bedaure, dass Sie mein Gutachten ganz offenbar nicht verstanden haben; ebenso bedaure ich, dass Sie es für nötig befinden, Boulevard-Stil nachzuahmen, wo dies nicht am Platz ist. Denn wo mein Gutachten den CoV „schwer belastet“, vermögen Sie ja nicht darzustellen. Aber Hauptsache, Sie haben eine knallige Überschrift.

Dass der Steuerberater des Vereins nicht Rechungsprüfer ist, haben Sie nicht verstanden. Dass Rechnungsprüfer gar nicht dazu da wären, Außenstehenden irgend etwas nachzuweisen, haben Sie nicht verstanden. Dass mein Gutachten sich mit der Vereinsgebarung (diese meinen Sie offenbar mit dem mir nicht geläufigen Ausdruck „Vereinsgebaren“) überhaupt nicht beschäftigt, haben Sie auch nicht verstanden.
Vielleicht betrachten Sie ja „Die Presse“ als Absprungbasis für eine Karriere bei einem anderen Medium. Ich würde „Österreich“ empfehlen. Mich aber behelligen Sie bitte nicht mehr mit Anfragen, gleich für welches Medium. Bei Ihrer Person kann ich Informationen nicht in ausreichend qualifizierten Händen wissen.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Höhne

Günter Emberger, Reaktion auf Artikel in der Presse vom 24. und 25 September
Gesendet an: via Email and Herrn Wetz und Herrn Fleischhacker
Gesendet am 26. September 2008 15:42

Sehr geehrter Herr Andreas Wetz,
ich bin über Ihre Artikel in der Presse vom 24.9.2008 und 25.9.2008 sehr verwundert. Die Art und Weise der Recherchen hätte ich eher bunten, kleinformatigen Zeitung zugetraut.
Ich bin weder von Ihnen oder einem Ihrer Mitarbeiter kontaktiert worden, um zu den unterschwellig formulierten Vorwürfen Stellung beziehen zu können und sehe mich nun mit einer rufschädigenden Berichterstattung, die auf Gerüchten basiert, konfrontiert.
Ich möchte ausdrücklich festhalten, dass ich erst seit 1. August 2008 das Amt des Kassiers innehabe und ich mich zurzeit in die Materie der finanziellen Clubführung einarbeite.
Ich übe diese Aufgabe ehrenamtlich aus, wie auch die anderen Vorstandsmitglieder dies seit Jahren tun. Festhalten möchte ich, dass soweit ich informiert bin, im CoV alle früheren Gebarungen mehrfach geprüft und die Verantwortlichen regulär entlastet wurden.
Daher halte ich diese Vorgangsweise – ohne Beweise unbescholtene Menschen und Institutionen über die Öffentlichkeit beschädigen zu wollen – für eine Schmutzkübelkampagne, für die Sie sich leider zur Verfügung gestellt haben.

Mit höflichen Grüßen
Günter Emberger

Ao.Univ.Prof. Aubauer

„Sehr geehrter Herr Chefredakteur Fleischhacker!
Im „Club of Vienna“ ringen wir auf wissenschaftlich hohem Niveau um eine ökologisch und sozial verträgliche, aber auch wirtschaftlich effiziente Zukunft. Dies versucht Herr Andreas Wetz in seinem Beitrag „Ein Wiener Thinktank als Geldtank“ (für die Ausgabe von „Die Presse“ vom morgigen Mittwoch, den 24. September) zu vereiteln.
Als durch diesen Beitrag Angegriffener und völlig unrichtig Zitierter ersuche ich Sie dringlich um den Abdruck der folgenden kurzen Richtigstellung noch vor der Nationalratswahl am kommenden Sonntag (audiatur et altera pars).
Mit vorzüglicher Hochachtung
Hans Peter Aubauer

Ao.Univ.Prof. Aubauer, Kommentar zum Beitrag „Ein Wiener Thinktank als Geldtank“
Gesendet an: : Michael.Fleischhacker@diepresse.com
Gesendet am 24.9.2008

In seinem Beitrag „Ein Wiener Thinktank als Geldtank“ vom 24. Sept. 08 versucht Andreas Wetz die Arbeit hervorragender Wissenschaftler des „Club of Vienna“ und mit ihr die Gemeinde Wien ausgerechnet vier Tage vor der Nationalratswahl zu diffamieren; auch wenn diese engagierten und qualifizierten Beiträge ohne einen einzigen Cent Entgeld mühevoll erdacht wurden. Dazu findet er es notwendig, einige Worte eines internen Schreibens meiner Person aus dem Zusammenhang zu reißen und an die Öffentlichkeit zu zerren, das ich völlig vertraulich vier Kolleginnen und Kollegen des Clubs zusandte, um meine unmaßgebliche Meinung zu einem provisorischen Erstentwurf abzugeben. Rückrat wissenschaftlicher Zusammenarbeit ist die restlos offene Diskussion, aber nur wenn sie vertraulich und mit gegenseitigem Vertrauen geführt wird. Mit dem Bruch dieses Vertrauens Politik machen zu wollen, richtet sich wohl von selbst. „

Hans Peter Aubauer <HANS.PETER.AUBAUER@UNIVIE.AC.AT>ao. Univ.-Prof. DI. Dr. MSc.