Stellungsnahme des Vorstands des CoV zu den Beiträgen in "Die Presse"

Stellungnahme des Vorstands des Club of Vienna (CoV) zu den Beiträgen in der Tageszeitung „ Die Presse“ und der "Wiener Zeitung" - Link pdf

Pressemeldung …………………………………………….. Internet

Wien, am 6. Okt. 2008


Stellungnahme des Vorstands des Club of Vienna (CoV)
zu den Beiträgen in der Tageszeitung „ Die Presse“
und der "Wiener Zeitung"

In den letzten Tagen erschien in der Tageszeitung "Die Presse" und in anderen Medien eine Reihe von Berichten über den Club of Vienna, die eine sehr einseitige Sicht der Dinge wiedergeben und daher nicht unwidersprochen hingenommen werden können.

Die nachstehenden Feststellungen mögen zur Erhellung wichtiger Umstände beitragen.

1. Die in der „Presse“ zum CoV erschienen Beiträge entsprechen keineswegs den Tat-sachen und zeigen eine gezielte Tendenz. Die mehrfach übersandten Richtigstellun-gen durch den CoV wurden weder berücksichtigt noch wiedergegeben. Die Berichte fußen auf internen Mails, die durch gezielte Indiskretionen und in bewußt manipula-tiver, selektiver Form weitergegeben wurden.

2. Seit 1992 arbeiten zwei Dutzend internationale Wissenschafter ehrenamtlich an zentralen Fragen unserer Gesellschaft und deren Zukunft. Sie bringen ihre Ideen und ihre wertvolle Zeit ein.

3. Seit 2002 erhält der CoV für die Mehrzahl der Projekte von der Stadt Wien eine För-derung. Diese Geldmittel werden im CoV nicht nur nach den allgemeinen Förde-rungskriterien der Stadt Wien und des Fonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung verwendet, sondern auch noch durch beeidete externe Organe nachver-folgt, geprüft und dokumentiert.

4. Ein ehemaliges Präsidiumsmitglied (DI Dr. Woltron) widmete auch privates Geld, um Arbeiten zu fördern. Auch der vom Präsidenten des Clubs, Prof. Knoflacher, einge-richtete "Rupert Riedl – Preis" für junge Wissenschafter wurde von ihm, bis sich Sponsoren fanden, finanziert.


Wahr ist vielmehr, daß...

- die Volumina der Fördermittel in der Planung und Abrechnung eindeutig den laufenden und beschlossenen Projekten zugeordnet wurden;
- die von politischer Seite erhobenen Forderungen nach externer Prüfung, soweit es den CoV betrifft, durch die Beauftragung externer beeideter Buchprüfer seit je her erfüllt und dauerhaft dokumentiert wurden;


Zu Vorwürfen abwertender Beurteilung wissenschaftlicher Beiträge

Die Arbeiten im COV entsprechen höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen. Bis es zu einer endgültigen Ausarbeitung kommt, gibt es ein hartes Ringen um Formulierungen zwischen unterschiedlichen Disziplinen und Weltanschauungen. Die derzeitige Krise im Finanzwesen z. B. zeigt die Bedeutung des von Dr. Woltron organisierten, in der Öffentlichkeit viel beachte-ten Projektes „Zähmung des Kapitalismus“. Dieses weltanschaulich naturgemäß höchst kontroversielle Projekt wurde im Jahr 2002 gemeinsam mit Prof. Riedl konzipiert und hat heute mehr Aktualität denn je. Daß bei Arbeitspapieren dann auch manchmal schwere in-haltliche und weltanschauliche Differenzen auftauchen, beweist eher das Engagement der ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter als eine negative wissenschaftliche Einstellung.

Prof. Aubauer hat die Wiedergabe einer aus dem Zusammenhang gerissenen, kraß formulierten Bemerkung im Zusammenhang mit einer weltanschaulich geprägten Auseinandersetzung mit DI DR. Woltron in seiner folgenden Richtigstellung korri-giert. Die „Presse“ hat diese, wie andere Richtigstellungen, ebenfalls nicht veröf-fentlicht.

Kommentar zum Beitrag „Ein Wiener Thinktank als Geldtank“
Hans Peter Aubauer (Zitat)

In seinem Beitrag „Ein Wiener Thinktank als Geldtank“ vom 24. Sept. 08 versucht Andreas Wetz die Arbeit hervorragender Wissenschaftler des „Club of Vienna“ und mit ihr die Gemeinde Wien ausgerechnet vier Tage vor der Nationalratswahl zu dif-famieren; auch wenn diese engagierten und qualifizierten Beiträge ohne einen einzi-gen Cent Entgelt mühevoll erdacht wurden. Dazu findet er es notwendig, einige Wor-te eines internen Schreibens meiner Person aus dem Zusammenhang zu reißen und an die Öffentlichkeit zu zerren, das ich völlig vertraulich vier Kolleginnen und Kolle-gen des Clubs zusandte, um meine unmaßgebliche Meinung zu einem provisorischen Erstentwurf abzugeben. Rückgrat wissenschaftlicher Zusammenarbeit ist die restlos offene Diskussion, aber nur wenn sie vertraulich und mit gegenseitigem Vertrauen geführt wird. Mit dem Bruch dieses Vertrauens Politik machen zu wollen, richtet sich wohl von selbst. „

Hans Peter Aubauer <HANS.PETER.AUBAUER@UNIVIE.AC.AT>
ao. Univ.-Prof. DI. Dr. MSc. (Zitat Ende)


Neutrale Überprüfung der Widmungsgemäßheit verwendeter Mittel
Ordnungsgemäßheit der Buchprüfung

Der Vorstand hat beschlossen, über die bisher befaßte externe Kanzlei hinaus eine interna-tionale Wirtschafts- Treuhandgesellschaft mit der nochmaligen Überprüfung aller Unterla-gen zu beauftragen. Dem Vorstand des COV wurden vom Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik der Technischen Universität Wien alle Aufzeichnungen und Unterlagen über die Verwendung der Mittel für CoV - Projekte zur Verfügung gestellt.

Eine ausführliche Auflistung der an die "Presse" gerichtete Korrespondenz finden Sie auf der Homepage des Club of Vienna (www.clubofvienna.org)

Für das Präsidium:
o. Prof. DI Dr. Hermann Knoflacher
Hermann.Knoflacher@ivv.tuwien.ac.at

Club of Vienna
A-1040 Wien
Rilkeplatz 2 / Top 4
Tel.:+43 1 5056030
Fax.:+43 1 5056030-20
E-Mail: info@clubofvienna.org