Pressekonferenz 9.12.2002 - Wien und seine Nachbarn

Berichterstattung "Kurier"

Club of Vienna: Wien ist kulturell attraktiv

Der Club of Vienna, eine Vereinigung von 19 Wissenschaftern und Fachleuten, präsentierte am Montag erste Ergebnisse einer Studie, die sich mit dem Bild der Stadt Wien im benachbarten Ausland beschäftigt. Wien wird von den Befragten in Budapest, München und Prag vor allem als kulturell attraktive Stadt gesehen, heißt es in der Studie. Als Wirtschaftsstandort wird Wien in Budapest aktiver wahrgenommen als in Prag. Laut Umfrage würden die Prager trotz der größeren Distanz lieber in München als in Wien leben. Prager und Budapester kommen öfter zum Einkaufen in die österreichische Bundeshauptstadt (27,5 Prozent) als Münchner (21 Prozent). In den beiden östlichen Nachbarstädten wünscht man sich vor allem verbesserte politische und nachbarschaftliche Beziehungen und mehr wirtschaftliche Kooperationen mit Wien. Ende Jänner wird der Club of Vienna Endergebnisse präsentieren.

Veröffentlich von: Kurier, 10.12.02


Berichterstattung von "Die Presse"

EU – Erweiterung: Osteuropa hofft auf Wien

Studie: In Prag, München, Wien, Budapest wurden die Menschen zur EU-Osterweiterung befragt.

Wien (stu). Wie sehen die Wiener das Leben in ihrer Stadt? Welche Hoffnungen, Wünsche oder Ängste haben die Menschen – vor allem im Hinblick auf die EU-Osterweiterung? Wie wird Wien auch von den Menschen in Prag, Budapest und München gesehen? Diesen Fragen ging der Club of Vienna (CoV), eine Vereinigung von Wissenschaftlern, in einer Studie nach. Erste interessante Details der Untersuchung, welche die Karmasin Motivforschung durchführt hatte, wurden am Montag präsentiert.
Die Münchner lieben beispielsweise Wien nicht so sehr wie Gäste aus Prag oder Budapest. Die Bayern kommen hauptsächlich zum Arbeiten in die Bundeshauptstadt, während bei den Besuchern aus dem Osten das Interesse an der Stadt im Vordergrund ist. Etwa die Hälfte der Münchener, die noch nie in Wien waren, gaben an: Wien ist für eine Reise nicht interessant genug. Bei den Pragern waren es dagegen nur 29 Prozent. Am nächsten stehen uns die Budapester: Nur 16 Prozent bezeichnen Wien als „nicht interessant genug“; sie haben großteils einfach zu wenig Geld, um nach Wien zu reisen.
Ähnlich verhält es sich beim Thema „Kooperation“. Die Münchner erwarteten sich von einer Kooperation mit Wien wenig, ergab die Studie. Die Menschen in Budapest dagegen sind direkte Wien-Fans. Sie glauben, ihre Stadt würde enorm von einer Zusammenarbeit profitieren. Auch die Bewohner von Prag meinen, dass die Kooperation mit Wien Arbeitsplätze schaffen würde. Daher verwundert es kaum, dass sich die Menschen im Osten eine stärkere politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Wien wünschen.
Die gesamte Studie mit allen Details wird Ende Jänner 2003 anlässlich der Enquete „Wien und seine Nachbarn“ erörtert. Sie soll Grundlagen liefern, mit denen die Politik schneller und rascher auf die Bedürfnisse der Wiener reagieren kann. Auch, um Sorgen und Ängste im Zusammenhang mit der EU-Osterweiterung zu zerstreuen; Hoffnungen zu erfüllen. Dafür sollen auch Synergieeffekte und Konkurrenzthemen der Region München-Wien-Ptag-Budapest weiter analysiert werden.
Weitere Forschungs-Projekte, denen sich der Club of Vienna derzeit widmet: Die Abwanderung der Menschen an den Stadtrand oder die Migration in Europa.

Veröffentlicht von: Die Presse, am 10.12.02


Berichterstattung durch "Der Standard"

Vordenker für die urbane Selbstfindung

Präsentation des „Club of Vienna“

Wien – „Wir wissen verdammt wenig – aber im Gegensatz zu anderen geben wir´s wenigstens gleich zu“, bekannte der Manager Klaus Woltron. Und es sind vor allem Wissenwollende, die einen „Club of Vienna“ gegründet haben: 20 Wissenschafter und Experten, die 1995 begannen, sich mit den Ursachen des Wachstums evolutionstheoretisch zu beschäftigen, wie der Biologe und Mitinitiator Rupert Riedl Montag bei der Präsentation des Clubs berichtete.
Im Gegensatz zum „Club of Rome“, der kaum etwas mit Rom zu tun hat, soll der hiesige Club einen starken Wien-Bezug aufweisen und auch Lösungsansätze zu bestimmten Problemstellungen aufzuzeigen – für Vizebürgermeister Sepp Rieder „ein Beitrag zur Selbstfindung der Stadt“.
Im kommenden Jänner soll bereits ein erstes Ergebnis der Tätigkeit des Club of Vienna vei einer internationalen Städtekonferenz präsentiert werden: eine Untersuchung zum Thema „Wien und seine Nachbarn“ durch Hermann Knoflacher von der TU Wien.
Dabei gehe es um die Innen- und Außensicht der Stadt – im Vergleich mit Budapest, Prag und München, so Knoflacher. So sei etwa Wien bei der Erschließung durch den öffentlichen Verkehr besser als Prag und werde auch in Prag so eingeschätzt. Wien sei allerdings auch besser als München – werde aber dort deutlich schlechter eingeschätzt. Oder Städtekooperationen – von denen sich die Münchner kaum etwas erwarten, die Budapester aber sehr viel.
Weitere Themen, die bearbeitet werden sollen, seien laut Woltron „ungelöste paradoxe Zielkonflikte in der Gesellschaft“ – wie der Konflikt zwischen Liberalismus und moderatem Dirigismus; zwischen Wachstum und Bewahren oder „carpe diem“ und neuem Hedonismus. (frei)

Veröffentlicht von: Der Standard, am 10.12.02


Berichterstattung von www.austirainnovativ.at

"Club of Vienna" stellt Ziele vor

Wissenschafter-Vereinigung erarbeitet zukunftstaugliche Lösungsmodelle
von aktuellen Fragen der Gegenwart.

Im Rahmen einer Präsentation stellte Wirtschaftsstadtrat Sepp Rieder die
von etwa 20 Wissenschaftlern aus den verschiedensten Bereichen getragene Institution "Club of Vienna" der Öffentlichkeit vor. Die Vereinigung diene, so Rieder, der Erarbeitung zukunftstauglicher Lösungsmodelle von aktuellen Fragen der Gegenwart. Insbesondere hob er hervor, dass die bevorstehende EU-Osterweiterung für Wien eine Fülle von neuen Herausforderungen mit sich bringe.

Als wesentliche Schwerpunkte nannten Univ.-Prof. Dr. Rupert Riedl, Dr. Klaus Woltron und Univ.-Prof. Dr. Hermann Knoflacher in ihrer Funktion als Präsidiumsmitglieder des "Club of Vienna" die Erarbeitung
realistischer Entscheidungsszenarien für die Politik. Als zukünftige Themen, mit denen sich der "Club of Vienna" beschäftigen wird, nannten sie u.a. das Thema "Migration", "Bürgernahe Entscheidungsfindungen in
der Demokratie" und realistische Antworten hinsichtlich eines "gezähmten Kapitalismus". Im Jänner 2003 wird es in Wien zu einer ersten großen Städtekonferenz kommen, die sich unter dem Titel "Wien und seine
Nachbarn" mit den Potentialen und der Zukunft der Stadt Wien in Mitteleuropa auseinandersetzen wird.

Veröffentlicht unter: www.austriainnovativ.at