Perspektiven einer Agrar- und Ernährungswende

Prof.in Marianne Penker

Dienstag, 23. Feber 2021, Beginn 18:00

wird noch bekannt gegeben

Das Versprechen der Moderne – die Verbesserung der Lebensbedingungen durch neue Technologien und die steigende ökonomische Kontrolle über Natur und Gesellschaft – hat die Agrar- und Ernährungswirtschaft zu beachtlichen Produktivitätssteigerungen motiviert. Zugleich sind wir aber auch mit Naturzerstörung, Klimawandel, Höfesterben und chronischen Krankheiten konfrontiert. Daher braucht es eine neue Zukunftserzählung, die auch den nächsten Generationen klare Orientierung und ein attraktives Versprechen einer besseren Zukunft gibt. Lebensmittel sind viel mehr als eine Ware. Eine gesunde Zukunft erfordert jedenfalls neue gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen.

Marianne Penker ist Professorin für Landsoziologie und ländliche Entwicklung. Im Mittelpunkt Ihres Interesse stehen die Bezüge zwischen gesellschaftlichen und ökologischen Systemen. Seit zwei Jahrzehnten nähert sie sich Fragen der ländlichen Entwicklung aus einer sozio-institutionellen Perspektive, mit einem empirischen Fokus auf ein kollektives und adaptives Management von Gemeinschaftsgütern wie Landschaft, natürlichen Ressourcen, kulinarischem und kulturellem Erbe.