Ökologie und politisches Denken – Was sich ändern muss

Dr. Boje Maassen

Montag, 26. April 2021, Beginn 18:00

Zoom-Plattform des Presseclubs Concordia

Die entscheidende Ursache für die gegenwärtige ökologische Krise einschließlich des Klimawandels besteht in den Aktivitäten, die sich aus dem Wirtschaftswachstum und den entsprechenden Konsumimperativen sowie dem ökologischen Umbau der Gesellschaft ergeben. Die Politik hat auf diese ökologische Krise bisher ungenügend reagiert. Dies verwundert nicht, weil ein politisches System auf Grundlage der Ökologie weder in sogenannten sozialistischen noch in kapitalistischen Ländern besteht. Ökologisches Denken und Politik muss aus diesem Grunde neu gedacht werden. Im Vortrag werden die geistigen Weichenstellungen und die Motive für diese Haltung beschrieben. Diese verweisen auch auf die neu zu begehenden Wege.
Boje Maaßen ist ein deutscher Pädagoge und Fachbuchautor. Nach einer Handwerkerlehre und Abitur auf einer staatlichen Abendoberschule war er zunächst als Hauptschullehrer auf der Insel Föhr (Nordfriesland) tätig. 1987 wurde Maaßen als Dozent an die Universität Flensburg berufen, wo er am Institut für Schulpädagogik tätig war. 1994 promovierte er dort zum Thema „Beiträge zur Theorie des Naturerlebens als pädagogische Antwort auf die ökologische Krise“. Es folgte seine Ernennung zum Akademischen Oberrat der Hochschule. Schwerpunkte der wissenschaftlichen Arbeit Maaßens, die weiterhin in Fachbeiträgen und Buchveröffentlichungen ihren Niederschlag findet, sind Handlungstheorie, Bild und Wort, Theorie der Eigenbewegung sowie ökologische Bildung.